ferienhaus ligurien / Liguria 

Reiseführer-Notizen

 

Ligurien

Reisezeit und Reiseziele

zurück zur Übersicht Ligurien
Ferienwohnungen in Ligurien

 
  


- Allgemeines - Praktische Hinweise - Ortsbeschreibungen

  


Unterkunft
Verkehr
Restaurants
Essen und Trinken
Besondere Winke und Verhaltungsregeln

- Reisezeit -

Im Gegensatz zu der Scheu früherer Generationen, Italien im Sommer zu bereisen, sind auch für Ausländer heute die Monate Juli und August zur Hauptreisezeit in Italien geworden. Seit jeher war das aber die Zeit, wo die italienischen Familien aus den großen Städten sich in den Bade- und Luftkurorten einquartierten (die Männer besuchten ihre Familien meist zum Wochenende). Die Überfüllung aller Plätze und Verkehrsmittel durch Einheimische - und Fremde ist im Hochsommer ein Umstand, der den Genuß der Reise sehr beeinträchtigen kann.
Besonders gilt dies für die erste Augusthälfte bis zum Kulminationspunkt "Ferragosto", die Tage um den Feiertag Mariä Himmelfahrt (Assunzione) . Zu diesem Hauptfest des Jahres verläßt jeder Italiener, der es sich nur irgendwie leisten kann, die Stadt. Die Preise ziehen entsprechend an, die Bedienung ist überfordert. Selbst wenn man Quartier zugesichert bekommen hat, sind die Begleitumstände oft störend und unangenehm. Auch sollte man bedenken, daß sich im Hochsommer die Landschaft mit einem dichten Staubschleier überzieht, daß in den nicht am Meer liegenden Orten auch nachts kaum Abkühlung eintritt, und daß der Nordländer infolge einer allgemeinen Körperreaktion auf das ungewohnte Klima meist gesundheitlich anfällig ist (Verdauungsstörungen, die mit Küche und Öl nichts zu tun haben).

Wir raten also, daß Sie Ihren Urlaub in Italien möglichst in die Zeit vor oder nach dem Hochbetrieb legen; an der See ist der September wegen der größeren Wasserwärme vorzuziehen, sonst Mai und Juni, auch wegen der längeren Tage. Außerdem wirkt sich diese Zeit auf die Reisekasse günstig aus.

- Reiseziele -

Während für frühere Generationen eine Reise nach Italien stets eine Bildungsreise war, und man daher fast ausschließlich die großen Kunststätten aufsuchte, sich wochenlang durch die Museen und Kirchen hindurcharbeitete und das lebendige Italien nur als Beigabe am Rande mitnahm, wo es sich einem aufdrängte, neigt der heutige Reisende dazu, sich einen Ferienort möglichst am Meer oder im Gebirge auszusuchen und sein Urteil über ein großes Kulturland anhand von mehr oder minder zufälligen Erfahrungen zu bilden.
Die andere Art des Reisens, mit Bahn oder Wagen von einem Ort zum andern, von einer Landschaft zur nächsten zu hetzen und dabei ebenfalls nur Straßen, Restaurants, Gasthöfe und mehr oder minder freundlich den Weg weisende Einheimische kennenzulernen, weicht neuerdings der Einsicht, daß man weit mehr von einem längeren Aufenthalt an einem Ort hat als vom kritiklosen Sammeln sich überlagernder und gegenseitig verdrängender Eindrücke.
Deshalb ist es notwendig, den Ort, an dem man seinen Urlaub verbringen möchte, mit Bedacht zu wählen, sich eine Vorstellung von dem zu bilden, was man sehen möchte und von dem, was einem der gewählte Platz zu bieten hat. Wer ans Meer will - was heute der häufigste Anlaß zu einer Reise in die Mittelmeerländer ist - wird schlecht beraten sein, wenn er einfach einem berühmten Namen nachfährt, sich z. B. Capri aussucht, wenn er das Meer nicht nur sehen, sondern vielmehr in ihm schwimmen will; denn die Lage am oder im Meer garantiert am Mittelmeer weniger als anderswo auch erfreuliche Strandverhältnisse.

Wer nicht nur baden, sondern auch italienisches Alltagsleben kennenlernen will, sollte nicht in einen der typischen Fremdenorte gehen, die nur des guten Strandes wegen besucht werden, ohne daß man von ihnen aus leicht einige der wirklichen italienischen Städte erreichen kann. Wer landschaftliche und künstlerische Eindrücke sucht, sollte sich ein Standquartier wählen, das verkehrsmäßig möglichst in Tagesausflügen den Besuch sehenswerten Orte möglich macht.

Wer modernes italienisches Leben kennenlernen will und eine lebhafte moderne Großstadt, die gleichwohl eine große Vergangenheit aufweist, geht besser nach Genua als nach Florenz. Man muß auch auf einer Reise wissen, was man will, und welche Eindrücke man sucht, und sich darüber klar sein, daß sich ein moderner Strandbetrieb mit seinem Barleben in Viareggio nicht allzusehr von dem in Westerland unterscheidet, wenn man vom Klima und dem Hinterland absieht. Andererseits muß, wer als Meer eben das Mittelmeer und nicht die Nordsee erleben will, in Kauf nehmen, daß er in einem fremden Land vielleicht nicht alles so vorfindet, wie er es im eigenen anzutreffen gewöhnt ist; er muß darum sehen und hören, die Eindrücke verarbeiten und darf nur Vergleichbares vergleichen, um sich nicht durch ärgerliche Urteile selbst den Genuß des Erlebten zu verstellen. Und immer bedenken, daß sich jedem Negativen meist irgendein Positives ausgleichend zur Seite stellen läßt.

Die Riviera Liguriens ist eine Landschaft, deren größere Kurorte seit Generationen als Winterkurorte und in den letzten Jahrzehnten auch als Seebäder aufgesucht werden. Der heutige starke Reiseverkehr hat es mit sich gebracht, daß nach und nach fast sämtliche an der Küste liegenden Orte, auch die kleinsten, für den Fremdenbetrieb eingerichtet sind. Doch halten die Orte an der Riviera, was Strand betrifft, keinen Vergleich aus mit dem, was man in Italien allein als wirklichen großen Strand bezeichnen kann: die Adria (Rimini) und die tyrrhenische Küste (Viareggio). Was der Strand als solcher an Ausdehnung und Qualität des Sandes vermissen läßt, wird durch die berauschende Schönheit der Landschaft ausgeglichen, wie sie die Adria und die toskanische Küste nicht im entferntesten aufzuweisen haben. Auch klimatisch sind diese Riviera-Orte durch die reine Südlage und den Schutz vor kalten Winden durch das Küstengebirge begünstigt. Wer an die See will, wird sich also je nachdem, woran ihm mehr gelegen ist, zu entscheiden haben. In den größeren, Bordighera, San Remo, Alassio, Finale, Santa Margherita, das einige Kilometer abseits der Via Aurelia liegt, Rapallo, verläuft sich naturgemäß der Betrieb mehr, in den kleineren kann er, da auch die Hotels meist an der Straße liegen, sehr störend sein.
In Ligurien sind sich die Küstenorte im Charakter alle mehr oder weniger ähnlich. Künstlerische Sehenswürdigkeiten, wie sie die Städte Mittelitaliens in unaufzählbarer Fülle zu bieten haben, findet man in Ligurien kaum. Hier ist alles Landschaft und Natur.

Unterkunft
Verkehr
Restaurants
Essen und Trinken
Besondere Winke und Verhaltungsregeln

 

Ligurien

Reisezeit und Reiseziele

zurück zur Übersicht Ligurien
Ferienwohnungen in Ligurien