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Ligurien

Riviera di Ponente

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Genua
Riviera di Levante
La Spezia

von Ost nach West:

ARENZANO (Pr. Genua), 6000 Einw., 23 km westl. Genua an der Riviera, viel besuchtes Seebad (sandiger mit Kies untermischter Strand) an einem kleinen sichelförmigen Golf mit dem waldigen Kap San Martino. Die Bahn Genua-Ventimiglia teilt den Ort in zwei Teile: die Marina an der Via Aurelia und den oberen Teil an den Hängen. Üppige Vegetation (Oliven und Pinien), geschütztes Klima. Villa la Torre (Barockfassade von 1703) mit schönem Park.

CELLE LIGURE (Pr. Savona), hübsches Seebad an der Riviera, 3500 Einw., an flacher Bucht zwischen zwei Landspitzen, im Rücken durch die Höhenzüge geschützt, die vom Meer aus amphitheatralisch ansteigen und mit Villen und Hotels übersät sind. Celle besteht aus drei Ortsteilen, dem Zentrum, östlich die Piani und westlich Bottini, die beide sanft abfallenden Strand haben.

ALBISOLA (Pr. Savona), 10 000 Einw., kleines Städtchen (mit den Ortsteilen Marina, Capo und Superiore) am Strand, auch als Seebad besucht (kurzer feinsandiger Strand), in der Umgebung schöne alte Villen, viele Pfirsichpflanzungen.
Albisola ist das römische Alba Docilia und ist bekannt durch seine keramischen Erzeugnisse. In der Oberstadt ist der Palazzo della Rovere erhalten, Geburtsort des großen Renaissancepapstes Julius II. (1503-13), der 1443 als Giuliano delle Rovere hier geboren wurde.

SAVONA, Provinzhauptstadt in Ligurien, ist Hafen- und Industriestadt (Stahl), 70 000 Einw., für den Fremden aber ohne größeres Interesse (außer ev. dem großen Wochenmarkt). Der alte Kern der Stadt ist durch seine steilen Gassen charakteristisch, die neue Stadt ist mit ihren Straßen rechtwinklig angelegt und erinnert ewas an Turin. Der Hafen Savonas ist der fünftgrößte Italiens und Umschlagplatz für den Handel des westlichen Piemont.
Außerhalb des Ortes an der Via Aurelia in Richtung Alassio-San Remo guter Strand.

Geschichte:
Savona, das Save der Römer, war im 2. Punischen Krieg von den Karthagern besetzt; 641 von den Langobarden zerstört. Als Verbündeter Genuas wurde die Stadt im 11. Jh. groß, wurde zur Rivalin Genuas, bis sie 1528 von Genua besetzt wurde. Eindrucksvolle Karfreitagsprozession.
Sehenswürdigkeiten:
An der Piazza Martiri di Libertà der Neue Dom (1589-1604), Marmorfassade von 1886. Im Inneren rechts vom Hauptportal Marmorkreuz von Ang. Molinari (1499), das einstmals auf der Fassade des 1542 zerstörten alten Domes stand; links Kapelle im rechten Seitenschiff Triptychon (Verkündigung, Anbetung, Verlobung der hl. Katharina) von Lad. Brea (1495). Taufbecken, schöne Vase von vor 1000. Marmarkanzel von Molinari. Chorgestühl um 1500 gestiftet, zur einen Hälfte von der Stadt, zur anderen von Papst Julius II., gearbeitet von Anselmo de Fornari. Rechts von der Domfassade Loggetta Papale und Cappella Sistina von Sixtus IV., der aus Savona stammte, für seine Eltern gestiftet; im 18. Jh. umgebaut. Bischofspalast 17. Jh. An der Piazza Sisto IV. Oratorio di S. Maria di Castello, Neubau 17. Jh., im 19. Jh. restauriert. Im Inneren Altar (Madonna und Heilige) von Vinc. Foppa und Lod. Brea, Kreuzabnahme und Kreuzigung von Maratta.
Nun den Corso Italia in Richtung Meer, links auf dem Felsplateau Fortezza Priamar (= Pietra e mare, d. h. Stein und Meer) an Stelle des alten Doms und der Castelle S. Giorgio und S. Maria erbaut.
Am Hafen der Torre Pancaldo (16. Jh.), so genannt nach einem Gefährten Maghellans.
In der Nähe die Pinacoteca Civica im Palazzo Pozzobonello Naturwissenschaftliche, Vorgeschichtliche, Ethnographische Sammlungen, Majoliken (u. a. aus der Manufaktur von Savona), Skulpturen, Gemäldesammlung (u. a. Taddeo di Bartole, Donato de Bardi, Vinc. Foppa, Lod. Brea, Luca Cambiosa, Luca Baudo, Sarzana, Grochetto, Dem. Piola u. a.).
An der Plazza Diaz im NO der Stadt Teatro Chiabrera (1853 vollendet nach Entwürfen von C. Falconieri), so genannt nach dem Dichter Chiabrera (1552-1637), der in Savona geboren wurde.

Ausflug. Von Savona nach Nostra Signora della Misericordia, 6,7 km in nördlicher Richtung. Autostraße oder Eisenbahn (Station Santuario). In schöner Lage die Pilgerkirche Nostra Signora della Misericordia, die infolge einer Marienerscheinung 1536-1633 errichtet wurde (Fassade Taddeo Carlone zugeschrieben), mit Fontaine, Palazzo Pallavicino, Altes Hospiz (in derselben Zeit wie die Kirche errichtet), Armenhospiz (mit Sammlungen).

FINALE LIGURE (Pr. Savona), nach Alassio das bedeutendste Seebad der mittleren Riviera di Ponente, ist aus der Vereinigung der früheren Orte Finale Marina, Finale Pia und Varigotti entstanden. Finale Marina liegt zwischen der Bahnlinie und dem Meer, es ist eine hübsche kleine Stadt (12 000 Einw.) mit zwei Palmenalleen, Terrasse über dem Meer. Breiter feinsandiger Strand, der westlich anschließende von Finale Pia ist mit Kies vermischt und liegt dicht an Straße und Bahn, besser ist der östliche, verhältnismäßig steil abfallende Strand von Varigotti.

PIETRA LIGURE (Pr. Savona), Städtchen mit 4500 Einw., inmitten üppiger Vegetation unterhalb der Via Aurelia gelegen. Breiter, sanft geneigter Strand, Seepromenade.

ALBENGA (Pr. Savona), 14 000 Einw., altertümliche kleine Stadt 7 km nordöstl. Alássio an der Riviera, römische Gründung, mit einigen sehenswerten Bauten aus dem Mittelalter, Stadtmauer, Adelspaläste mit Türmen, Kathedrale (11. und 13. Jh., barock umgebaut), Baptisterium (5./6. Jh.), kleines archäologisches Museum, Brücke aus dem 11. Jh., Kirche -Santa Maria in Fontibus (6. Jh.). Im Meer, 1 km vor der Küste (Motorboot), die kleine Insel Gallinara mit den Ruinen einer Abtei aus dem 13. Jh. In der Umgebung von Albenga wird viel Frühgemüse angebaut.

ALASSIO (Pr. Savona), viel besuchtes Seebad, auch Winterkurort an der ligurischen Riviera, 10 000 Einw., mit vielen Villen, Gärten und Hotels, die sich die nahen Höhen hinaufziehen, 3 km langer, meist feinsandiger Strand.
Das einstige Fischerstädtchen hat sich durch seine geschützte Lage in der weiten Bucht zwischen dem Kap Santa Croce und Kap Male zu einem der größten und teuersten Fremdenorte der Riviera entwickelt, von Engländern bevorzugt. Schöne Strandpromenade, zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten auch in die Berge, mit noch ziemlich unberührter Landschaft, schöne Olivenhaine. 1/4 Std. nördl. schöne Aussicht bei den Ruinen des Arco di S. Croce, ebenfalls auf dem Monte Pisciavino (597 m) mit dem Santuario di Nostra Signora della Guardia.

DIANO MARINA (Pr. Imperia), 4000 Einw., zwischen Alassio und Imperia (Porto Maurizio) an der Blumenriviera gelegen, hat sich in den letzten Jahren als Seebad sehr entwickelt. Der alte Ort (Castello) liegt 2 km nordwestlich. Es besitzt einen etwa 600 m langen, 30 m breiten feinsandigen Strand mit allen Einrichtungen.

IMPERIA, Provinzhauptstadt des westlichen Teils der Riviera mit den bekanntesten Kurorten und Seebädern. Die Stadt entstand 1923 aus den früheren Orten Porto Maurizio im Westen und Oneglia im Osten, heute etwa 32 000 Einw., sie ist eines der Haupterzeugungsgebiete von Olivenöl (auch sonstige Industrien, hauptsächlich in Oneglia). Imperia wird auch als Seebad besucht. Besser ist der Strand in Porto Maurizio, das höher liegt und mit seinen um die Kathedrale (1781-1832) gruppierten Häusern einen altertümlichen Eindruck macht.
In der Stadt keine besonderen Sehenswürdigkeiten; der neue Name der Stadt stammt von dem Flüßchen Impero. Oneglia ist Geburtsort des großen Genueser Staatsmanns und Dogen Andrea Doria.

OSPEDALETTI (Pr. Imperia), zwischen Bordighera und San Remo schön in einer Bucht gelegene kleine Stadt mit 4000 Einw., bedeutend durch seine Blumenzucht, als Winterkurort und Seebad besucht. Vom Corso Marconi in der bergwärts gelegenen Neustadt schönes Panorama, am Meer herrliche Promenade.
Strand (Kies mit Sand, untermischt) steil abfallend, Badeetablissements, Palmen und Eukalyptusbäume. Ospedaletti ist einer der am meisten geschützt gelegenen Orte der Riviera, besonders prächtige Vegetation.

BORDIGHERA (Pr. Imperia), auf einer vorspringenden Halbinsel schön gelegener Winterkurort und neuerdings auch Seebad, mit etwa 10 000 Einw., bekannt durch seine Blumenzucht und Palmen, günstig gelegen durch seine schnelle Verbindung nach San Remo und Monte Carlo.
Bordighera besteht aus der hochgelegenen Altstadt mit ihren engen Gassen und malerischen Winkeln (Città vecchia) und den westlich vom Kap Sant'Ampeglio entstandenen neuen Vierteln.
Am Strand, wenige Minuten östlich vom Bahnhof, Casino und Kursaal mit Seebadeanstalt (Kieselstrand); schöne Strandpromenade; unweit der Giardino Vallone, ein von einem Deutschen namens Winter um 1900 angelegter Garten (schöne Palmen), ebenso wie der an der Straße nach Ospedaletti gelegene Giardino della Madonna della Ruota (3 km). Bordighera liefert die Palmwedel zu den Palmsonntagsgottesdiensten in Italien. Dazu werden die Dattelpalmen durch Einbinden in der Krone gebleicht.
Von der Hauptladenstraße durch Seitenstraßen hinauf zur Strada Romana, die sich zwischen Villen und Gärten auf halber Höhe hält (dort auch die Internationale Bibliothek mit über 30 000 Bänden). Die Straße endet an der Spianata del Capo, mit wundervoller Aussicht. Nördlich davon betritt man durch die alten Stadttore die enge Altstadt, von der aus die Strada dei Colli westlich die Höhen entlangführt, mit ebenfalls wundervollen Ausblicken.

VENTIMIGLIA (Pr. Imperia), der westlichste der italienischen Rivierakurorte, Grenzstation der Küstenbahn Genua-Nizza (französisch Vintimille genannt), auf der Straße etwa 10 km östlich der italienisch-französischen Grenze bei Ponte San Luigi (Pont Saint-Louis), ist durch seinen (nicht nur) Blumenmarkt bekannt. Der kleine Bergfluß Roia teilt den Ort auf in zwei Teile: Die auf der Höhe liegende enge Altstadt mit der Kathedrale (11.-12. Jh.), daneben das Battistero (Baptisterium) mit Resten langobardischer Plastik (8. Jh.), vom Platz weite Rundsicht; an der Piazza San Michele im Nordwesten der Stadt die Kirche San Michele (im 10. Jh. gegründet, 1885 erneuert) mit Krypta aus dem 11. Jh. Die neuen Stadtteile mit dem malerischen Blumenmarkt und dem palmenreichen Stadtgarten. Im Rathaus (Municipio) kleines Museum mit Ausgrabungsfunden aus dem römischen Albium Intemelium (Museo Archeologico Rossi).
Schöne Strandpromenade, der Strand ist kiesig und fällt ziemlich steil ab.

Außerhalb der Stadt (östlich) Reste eines römischen Theaters (2. Jh. v. Chr.), in Richtung der Grenze auf dem Kap Mortola (5 km) liegt der Giardino Hanbury, von dem deutschen Handelsgärtner Winter angelegt, der schönste und größte Park der Riviera und einer der bedeutendsten Akklimatisationsgärten der Welt (über 6000 Pflanzenarten). In der Nähe die Balzi Rossi, Höhlen im rötlichen Felsen (prähistorische Wohnhöhlen).

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