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Piazza Acquaverde (Hauptbahnhof) - Palaststraßen - Piazza De Ferrari

Vor der Stazione Piazza Principe (dem eng an den Berg, halb in einen Tunnel hinein angelegten Bahnhof) liegt die Piazza Acquaverde , mit einem Kolumbus-Denkmal (1862). An diesem vorbei gelangt man auf die Via Balbi, die mit ihren Fortsetzungen Via Cairoli und Via Garibaldi zum Stadtinnern führt. An diesem Straßenzug befinden sich zahlreiche prachtvolle Paläste. Via Balbi rechts Nr. 10 der Palazzo Balbi-Durazzo (früher Palazzo Reale), um 1650 von Giov. Aug. Faleone und Franc. Cautone erbaut, 1705 von Carlo Fontana erweitert, jetzt Sitz der Generalintendanz der Staatlichen Sammlungen und Baudenkmäler Liguriens; das früher eingebaute Teatro Falcone wurde im Kriege völlig zerstört. Schön ist der Garten, mit Blick auf die Darsena (Kriegshafen); die prunkvollen Säle im 2. Stock kann man besichtigen, viele Gemälde (u. a. Guido Reni, Guercino, van Dyck) und Statuen (antike und barock). Gedeckter Gang zum Kriegshafen hinüber.

An der linken Seite folgt die Universität, ein Barockbau von 1634 bis 1636, Jesuitenkollegium, seit 1803 Universität; der Hofraum ist der schönste Palasthof in Genua, an der rechten Seite der Universität, an einem kleinen Platz, die Universitäts-Bibliothek, die aus der Jesuitenbibliothek entstand. - Rechts Nr. 4 der schöne Palazzo Balbi-Senárega, um 1620 von Bart. Bianco begonnen, Ende des 17. Jh. von Corradi vergrößert. Die prunkvollen Innenräume sowie die Gemäldesammlung sind unzugänglich. Prachtvoller Hof.
Links Nr. 1 der Palazzo Durazzo-Pallavicini, begonnen um 1618 von Giov. Ag. Balbi, wegen der berühmten, Ende des 18. Jh. hinzugefügten Treppe von Andrea Tagliafico auch Palazzo della Scala genannt; wertvolle Gemäldesammlung (Guercino, Domenicchino, Reni, Carraci, Veronese und vor allem Van Dyck), nicht öffentlich zugänglich. An der Piazza della Nunziata die Franziskanerkirche Santissima Annunziata, gegründet im 13. Jh., Neubau von 1591-1620, mit klassizistischer Säulenhalle (1843); im Innern im 17. Jh. reich mit Fresken (Charlone, Giulio Benso) und Stukkaturen geschmückt.

Weiter in der Richtung der Via Balbi schließt der Largo della Zecca an, wo der Straßentunnel zur Piazza Portello beginnt; links Drahtseilbahn zum Righi.

Durch die kurze Via Cairoli kommt man zur Piazza Meridiana, an der die Via Garibaldi beginnt, die eigentliche Palaststraße Genuas; der Gesamtentwurf stammt von G. Alessi.
In ihr ist links Nr. 11 der Palazzo Bianco, der "weiße Palast", wie der schräg gegenüber liegende Palazzo Rosso nach seiner Farbe benannt. Der Palazzo Bianco wurde 1565-69 von G. Orsolino und D. Ponzello erbaut; im 18. Jh. vergrößert und umgestaltet, 1884 mit seiner bedeutenden Privatsammlung von der Herzogin von Galliera der Stadt geschenkt. Durch den Krieg 1942 schwer beschädigt, jedoch wiederhergestellt. In der Anlage ist er ähnlich dem Palasttyp Alessis, die Haupttreppe jedoch im Seitenflügel. Hier ist die Pinakothek untergebracht. Die Sammlung wurde 1950/51 neu geordnet.

Im Palazzo Rosso (ebenfalls nach der Farbe seiner Fassade benannt), der ebenfalls der Familie Brignole-Sale, Herzöge von Gelliern, gehörte, sind leider die Fresken des obersten Stocks stark zerstört worden; der Bau stammt von Pier Ant. Corradi aus den Jahren 1672-77. Die jetzt städtische Gemäldesammlung ist besonders reich an Familienporträts, darunter von van Dyck und Dürer; schöner Hof und eindrucksvolle Treppenanlage.
Im ersten Stock ist die Direktion der Altertümer, Schönen Künste und Geschichte untergebracht. Ferner das historische und stadtgeschichtliche Archiv; eine geschichtliche und kunstgeschichtliche Bibliothek; die Skizzensammlung aus dem Palazzo Bianco; eine Sammlung von Stichen zur Stadtgeschichte und eine Sammlung genuesischer Münzen.
Auf der Via Garibaldi folgen einander dicht eine ganze Reihe weiterer Paläste: Adorno, Podestà, Doria, Spinola, Carrega-Cataldi, Parodi, Gambaro, Garnbiasi und andere, sämtlich aus der zweiten Hälfte des 16. Jh., an denen immer wieder die großartigen Treppen sehenswert sind; die Kriegsschäden sind fast überall beseitigt. Man gelangt nun auf die unregelmäßige, gleichfalls von schönen Palästen umgebene Piazza delle Fontane Marose, so vor allem vom Palazzo Spinola, Palazzo Pallavicini und Palazzo Negrone, ersterer aus dem 15. Jh.

Durch die ladenreiche Via Luccoli, der man rechts folgt bis zum Vico Casana, links, dann rechts in die Via Davide Chiossone zur Piazza San Matteo mit der kleinen Kirche San Matteo, der Familienkirche der Doria, 1125 erbaut, Fassade 1278 (1935 restauriert). Rechts römischer Sarkophag, 3.-4. Jh. An der gotischen, schwarz-weiß gestreiften Fassade Inschriften, die sich auf die Ruhmestaten der Familie Doria (Stifter der Kirche) beziehen; das Innere ist von dem Michelangelo-Schüler Montorsoli (seit 1530) dekoriert; in der Krypta Grabmal des Andrea Doria (von Montorsoli), dessen Schwert unter dem Hauptaltar liegt. Links von der Kirche Kreuzgang des ehemaligen Benediktinerklosters (1310). An der Piazza San Matteo mehrere Häuser der Doria, darunter das dem Andrea Doria von der Republik geschenkte. (Von hier führt links, östlich, die Salita di San Matteo zur Piazza De Ferrari.)

Von der Piazza Fontana Marose führt die verkehrsreiche Via Venticinque Aprile zur nahen Piazza De Ferrari, dem Verkehrsmittelpunkt Genuas. Vorher zweigt links die breite Via Roma zur Piazza Corvetto ab, auf der rechten Seite begleitet von der glasgedeckten Galleria Mazzini. An der Nordseite der Piazza De Ferrari liegt das 1827 erbaute Opernhaus (Teatro dell'Opera, früher als Teatro Carlo Felice bekennt), im Krieg völlig ausgebrannt, erst kürzlich wiederhergestellt. Anschließend die Accademia Ligustica di Belle Arti (1831; im Krieg halb zerstört, wiederhergestellt); das wertvolle Japanisch-Chinesische Museum (Museo Chiossone) ist jetzt in der wiederhergestellten Villetta Di Negro untergebracht. An der Piazza De Ferrari befinden sich weiter: die Effektenbörse, die Großreederei Italia, eine Seitenfront des Palazzo Ducale.

An der Südostseite der Piazza De Ferrari, rechts von der Börse, beginnt die kurze Via Dante, durch die man auf die Piazza Dante mit ihren modernen Wolkenkratzern gelangt; es empfiehlt sich, in den 32. Stock des höchsten (mit dem Restaurant Olimpo) hinaufzufahren, man hat von hier oben den schönsten Gesamtblick über die Stadt, den Hafen, und die umgebenden Höhenzüge (108 m hoch).
An der Westseite der kleine Kreuzgang von Sant'Andrea (12. Jh.) und das sogenannte Haus des Kolumbus (Reste eines Baus, der im 18. Jh. in die Ruinen des Hauses gebaut wurde, in dem Kolumbus seine Jugend verbrachte). Dahinter die doppeltürmige mächtige Porta Soprana, 1155 erbaut, von der aus die Genuesen zum Schutz der Stadt vor Friedrich Barbarossa eine Stadtmauer anlegten.

Durch das Tor und die Via di Porta Soprana gelangt man auf die Piazza Matteotti (früher Piazza Umberto), an dieser die Jesuitenkirche Sant'Ambrogio (1589-1639); am Hochaltar ein Bild von Rubens (um 1607), ebenso am 3. Altar links (um 1620).
Die Nordostseite des schönen weiten Platzes nimmt der einstige Dogenpalast (Palazzo Ducale, jetzt Justizpalast) ein, in dem früher die Dogen der Republik residierten. Der jetzige Bau wurde Ende des 17. Jh. anstelle eines älteren errichtet, nach dem Brand von 1777 erneuert, 1933 und nach den Kriegsschäden restauriert. In der Via T. Reggio, daneben, die Reste des älteren Baus (1291) und die Torre del Popolo (1307).

Westlich gelangt man durch die Via San Lorenzo zur Piazza San Lorenzo, an der die gleichnamige Kathedrale liegt, eine romanische Säulenbasilika (1118 geweiht), schwarz-weiße Marmorinkrustation, Einfluß von Pisa, Mitte 13. Jh. An der redeten Fassadenecke Engel mit Scheibe (Sonnenuhr?) sog. Arrotino = Scherenschleifer, franz. Arbeit, 13. Jh. Oberer Teil der Fassade und Rose im 19. Jh. erneuert. An den Längsseiten romanische Portale, Plastik 12.-14. Jh. Eindrucksvoller Campanile.

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