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Ligurien

Genua - Altstadt und Hafen

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Ein Gang durch die Altstadt zwischen der Via San Lorenzo und dem Hafen hat viel Interessantes zu bieten. In den malerischen, meist sehr engen Gäßchen, die von hohen Häusern eingeschlossen sind, finden sich überall künstlerisch oder architektonisch bemerkenswerte Bauten oder Bauteile, die für die hohe kulturelle Entwicklung der Blütezeit Genuas zeugen. Die Kirche Santa Maria di Castello ist ein romanischer Bau aus dem 12. Jh. In der früheren Kirche Sant'Agostino, mit schönem romanischem Campanile, ist das (zur Zeit geschlossene) Ligurische Architektur- und Skulpturmuseum untergebracht. San Donato, 1189 geweiht, hat einen sehr schönen GIockenturm. An der Piazza Banchi (nahe der Piazza San Giorgio, s. unten) die Loggia dei Banchi (1570-95 von Alessi entworfen) oder Loggia dei Mercanti, im Krieg stark beschädigt, heute Warenbörse, einst Sitz der Geldwechsler. Hier beginnt die Via degli Orefici, in der einst das im alten Genua blühende Handwerk der Goldscbmiede konzentriert war (zum Teil heute noch). Die Kirche Santa Maria delle Vigne ist ein schöner, ursprünglich aus dem 10. Jh. stammender Bau, der im 13. Jh. umgebaut und im 16. Jh. erneuert wurde (moderne Fassade). Links ein Campanile aus dem 12. Jh., der verfallene Kreuzgang aus dem 13. Jh.

Die Via San Lorenzo führt von der Kathedrale westlich zur Piazza Raibetta. Zwischen dieser und der verkehrsreichen Piazza Caricamento (nach dem alten Güterbahnhof benannt) liegt der gotische Palazzo San Giorgio, 1260 erbaut, im 14. Jh. und 1571 erweitert (der dem Meer zugewandte Teil), ursprünglich Sitz der Capitani del Popolo, seit dem 15. Ih. der berühmten St.-Georgs-Bank (Banco di San Giorgio), die 1797 erlosch. 1942 durch Bomben beschädigt. Schöner Hof, mit Loggien, Treppen im Stil des 13. Jh. An der Ostfassade Löwenköpfe, die, 1262 als Kriegsbeute vom Palast der Venezianer in Istanbul mitgebracht worden waren. In der großen Halle 21 Marmorstatuen von berühmten Genuesen, vorzügliche Arbeiten des 16. Jh.
An der Ostseite der Piazza Caricamento ziehen sich die alten Bogengänge Portici di Sottoripa entlang, die stets voll bunten Lebens sind, mit vielen volkstümlichen Restaurants, in denen man am besten die Spezialitäten der Genueser Küche kennenlernt. Unter den Gewölben der Sottoripa wird der Fremde mehr über den Charakter der Stadt lernen als anderswo, hier ist der Rest dessen, was sich der Nordländer in Mittelmeerstädten gewöhnlich unter dem Hafenviertel vorstellt. Die Piazza geht in die breite weniger schöne Via Gramsci über, zu ihr östlich (rechts) parallel verläuft die weit charakteristischere Altstadtstraße Via di Pré, die mit der Piazza della Commenda (Templerloggia) einen mittelalterlichen Eindruck macht.
Die Via Gramsci führt am Innenhafen entlang, mit den Getreidesilos und Kühlhäusern, zu der modernen Stazione Marittima am Pier Ponte dei Mille, dem Anlegeplatz der Überseedampfer. Oberhalb liegt die Piazza del Principe, an ihr der Palazzu Doria-Pamphily, den Andrea Doria 1522-29 als Palazzo del Principe von Montorsoli erbauen ließ (im Krieg schwer beschädigt, aber wiederhergestellt). Er war seinerzeit einer der prunkvollsten Wohnpaläste, die man sich vorstellen kann, die Dorias hatten hier ihren eigenen Hafen, empfingen Kaiser, Könige und Fürsten, der Park erstreckte sich einst weit den Hügel hinan. Ein Raffaelschüler, Perin del Varga, hatte ihn ab 1528 (Loggia degli Eroi, 1530; Sala dei Giganti) ausgemalt.
Zur Fortsetzung des Hafenrundgangs gelangt man durch die Via Bruno Buozzi auf die Piazza di Negro und zur Villa Rosazza, schöne Gartenanlagen mit wundervollem Blick über die Stadt. Durch die Via Milano und Via Fantuzzi erreicht man schließlich den alten Leuchtturm La Lanterna, der 117 m hoch ist und ursprünglich auf dem Capo del Faro stand (er wird bereits 1316 urkundlich erwähnt, er stammt in seiner jetzigen Gestalt aus der Mitte des 16. Jh.; besonders am Abend lohnende Aussicht).
Vor dem Leuchtturm dehnen sich östlich die alten und westlich die neuen Hafenanlagen aus: den Porto Vecchio, seit etwa 1300, der 1877 angelegte Porto Nuovo, der Vorhafen (Avamporto) und die neuesten Becken Bacino della Lanterna und di Sampierdarena; der gesamte Hafen wird durch einen 5 km langen Damm gegen das Meer hin abgeschlossen. Er ist der größte Hafen des Mittelmeers, mit 20 km Kaimauern, die bei Kriegsende fast zur Hälfte zerstört waren. Heute übertrifft der Güterumschlag den der Vorkriegszeit.
Man kann eine Hafenrundfahrt unternehmen (Erlaubnis im Ufficio Permessi der Stazione Marittima), Motorboot.

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