ferienhaus ligurien / Liguria 

Reiseführer-Notizen

 

Ligurien

Geographische Gliederung und Landschaftskunde

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- Allgemeines - Praktische Hinweise - Ortsbeschreibungen

  


Klimatische Verhältnisse
Pflanzenwelt
Bevölkerung und ihre Lebensgewohnheiten
Die Wirtschaft

Geographische Gliederung

Ligurien ist geographisch der Südhang der Seealpen und des nördlichen Apennin mit ziemlich steil zur Küste des weiten Golfs von Genua abfallenden Quertälern, durch den nur an wenigen Stellen durch Pässe unterbrochenen Kamm des Gebirges vom Hinterland geschieden. Dadurch ist der Küstenstrich der Ligurischen Riviera zu seiner Südlage noch den Einwirkungen des wie eine Warmwasserheizung wirkenden Mittelmeeres ausgesetzt und andererseits vor kalten nördlichen Winden geschützt, so daß es eine klimatisch besonders begünstigte Zone ist, in der sich trotz geographisch ziemlich nördlicher Lage eine subtropische Vegetation entfaltete.
Daher gedeihen an der Riviera viele Pflanzen und Bäume, die wir an sich erst weit südlicher anzutreffen gewohnt sind: Dattelpalme, Agrumen (Orangen, Zitronen und Verwandte), Ölbaum, der indische Feigenkaktus (Opuntien) und viele andere. Der Ölbaum ist auch diejenige Leitpflanze, die Ligurien mit den mittelitalienischen Landschaften verbindet, denn nördlich der Apenningrenze kommt er nicht vor (wenn man von den Exklaven an den Alpenseen absieht).
Wärme, Licht, Vegetation und dazu das Meer haben also die bis auf Genua ziemlich kleinen Städte Liguriens zum leichtest erreichbaren Erholungsparadies der Nordländer werden lassen, begünstigt durch den lebhaften Handels- und Erwerbssinn der nüchternen Ligurer, die sich anders als der Süden Italiens die naturgegebene Chance zum Ausbau des Fremdenverkehrs als Erwerbsquelle seit dem Einsetzen des Reisedrangs der modernen Europäer zunutze machten.

Landschaftskunde

Geologisch ist das abgrenzende Gebirge meist Kalkgestein, mit tertiären Formationen; alte vulkanische Tiefengesteine finden sich in Ligurien, der berühmte Marmor von Carrara (Apuanische Alpen) ist kristallin gewordener Kalkstein. Die Kette erreicht wiederholt die 2000-m-Grenze und zeigt weitgehend die landschaftlichen Charakteristika, die in historischer Zeit ausgebildet wurden und durch die Wald- und Wasserarmut bedingt werden.
Noch zur Römerzeit waren die Apenninhänge dicht bewaldet, und erst die steigende Zivilisation mit ihrem damals noch planlosen Raubbau hat sie mehr und mehr verkarsten lassen: die Römer bauten aus dem Holz dieser Wälder ihre Flotten, auch die großen Bauten bestanden ja ursprünglich aus Holz (was sich noch in der Balkenarchitektur der späteren Steinbauten äußert), der Großgrundbesitz kümmerte sich nicht um die Wiederaufforstung, und so kommen eine Reihe von Gründen zusammen, die auch den heutigen Maßnahmen zur Wiederaufforstung den Erfolg erschweren, vor allem, da aufgetragener Humus durch die plötzlichen heftigen Regengüsse immer aufs neue wieder fortgeschwemmt wird. Allerdings ist die Entwaldung noch nicht so weit fortgeschritten wie in Süditalien, und streckenweise gibt noch herrlichen Wald.
Klimatisch, aber auch durch die Entwaldung bedingt ist ferner die verhältnismäßige Wasserarmut, die der Mensch durch künstliche Bewässerung seiner Kulturen ausgleichen muß. Die Niederschlagsmengen sind zwar nicht wesentlich geringer als in Mitteleuropa, aber jahreszeitlich anders verteilt, und bereits für Ligurien ist die Sommerdürre charakteristisch.
Flüsse, die über größeren Wasserreichtum verfügen, gibt es nicht; die vom Cisa-Paß herabkommende und bei Carrara mündende Magra und der Serchio, der früher mit dem Arno eine gemeinsame Mündung hatte, die sich heute aber durch die Anschwemmungen bei Pisa verlagert hat, haben trotz ihres kurzen Laufes eine gewisse lokale Bedeutung - und werden gelegentlich auch sportlich genutzt.
Verkehrsmäßig eine wichtige Rolle spielen die Paßübergänge in den Seealpen und im Apennin. Die wichtigsten sind von West nach Ost:
- der Col di Tenda (1870 m) an Bahn und Straße von Turin über Cuneo nach Ventimiglia, seit dem Kriege am Südhang französisches Gebiet;
- der Col di Cadibona (459 m) mit Bahn und Straße Turin-Mondovi-Savona;
- der Giovi-Paß, die wichtigste Verbindung zwischen dem norditalienischen Industriegebiet um Mailand (und Turin) nach Genua, mit Bahn, Staatsstraße und der wichtigen Autobahn, die hauptsächlich dem umfangreichen Güterverkehr zwischen Genua und Mailand-Schweiz dient;
- der Cisa-Paß (1041 m), an der Straße Parma-La Spezia (und Autobahn), die einen guten Teil des Verkehrs zwischen Mailand und Rom aufnimmt;
- der Cerreto-Paß (1261 m), an der Straße Verona-Reggio Emilia-La Spezia.

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